Erfahrungsbericht: Erasmus + TC: Her turn to lead vol. 2 Empowering young women through basketball

Erasmus+ Training Course · Agros, Zypern · 19.–27. Juli 2026

Vom 19. bis 27. Juli 2026 nahmen wir (Eva-Lotta, Elena, Filip, Konstantin, Ignaz und Otis) im Rahmen des Erasmus+ Trainingskurses „Her Turn to Lead – Empowering Young Women Through Basketball" an einer internationalen Aktivität in Agros auf Zypern teil. Der Trainingskurs wurde von der Organisation Moufflons organisiert und brachte junge Menschen aus Deutschland, Serbien, Italien, Kroatien, Bulgarien und Zypern zusammen. Dabei ging es nicht nur um Basketball, sondern vor allem um die Förderung von jungen Frauen: Kompetenzen wie Leadership, Kommunikation, Teamwork und Problemlösung sollten gestärkt und der Austausch zwischen verschiedenen Kulturen gefördert werden.

Zu Beginn wurden wir bei einem Welcome Meeting mit dem Ablauf, den Regeln und den Zielen des Trainingskurses vertraut gemacht. Dabei wurde deutlich, dass es nicht nur um Basketball gehen sollte, sondern auch um unsere persönliche und soziale Entwicklung. In verschiedenen Workshops und Gruppenaktivitäten beschäftigten wir uns deshalb mit Themen wie Empowerment, Leadership und Inklusion.

Die Berge um Agros

Training auf dem Court

Ein großer Teil des Programms bestand aus Basketball. Wir hatten über die Woche verteilt mehrere Trainingseinheiten und arbeiteten sowohl an individuellen Skills als auch am Zusammenspiel. Dabei lag ein besonderer Fokus auf dem Spielformat 3x3. Neben verschiedenen Ballhandling-, Pass- und Wurfübungen wurden auch Spielsituationen trainiert. Durch die zwei Trainingseinheiten pro Tag konnten wir das Gelernte direkt anwenden und gleichzeitig unser Zusammenspiel mit Teilnehmerinnen aus den anderen Ländern verbessern und an unseren Kommunikationsskills arbeiten.

Besonders vor dem abschließenden Turnier wurde das Training intensiver und spielorientierter. Am Donnerstag und Freitag hatten wir noch einmal zwei Einheiten mit einem Gasttrainer und stellten anschließend die Teams für das 3x3-Turnier zusammen. Am Samstag fand dann das Turnier statt, bei dem auch die Coaches selbst mitspielten. Dadurch entstand eine sehr lockere Atmosphäre, obwohl die Spiele natürlich trotzdem mit viel Ehrgeiz gespielt wurden. Gleichzeitig konnte man deutlich sehen, wie sich die einzelnen Spielerinnen und Spieler im Laufe der Woche verbessert hatten.

Training in der Halle

Teamwork und Kommunikation

Ein wichtiger Bestandteil des Programms waren auch verschiedene Teamwork- und Kommunikationsübungen. Bei einer Marshmallow-Tower-Challenge mussten wir z. B. in Gruppen gemeinsam eine möglichst hohe Konstruktion bauen. Anschließend reflektierten wir, wie die Kommunikation innerhalb der Gruppen funktioniert hatte, welche Rolle Leadership spielte und ob wir unsere Strategie während der Aufgabe verändert hatten.

Auch kreative Aufgaben gehörten zum Programm. In Gruppen entwickelten wir kurze Theaterszenen, in denen unterschiedliche Situationen auf dem Basketballplatz dargestellt wurden. Dabei ging es unter anderem um Geschlechterunterschiede und verschiedene Rollen im Sport. Zusätzlich gab es kognitive Übungen, bei denen Konzentration, Reaktionsfähigkeit und schnelle Entscheidungen gefragt waren. Diese Aktivitäten waren eine gute Abwechslung zum Basketballtraining und zeigten, dass viele der Fähigkeiten, die im Sport benötigt werden, auch in anderen Bereichen eine Rolle spielen.

Frauen im Sport

Spaghetti Tower Challenge

Ein besonders wichtiger Schwerpunkt des Trainingskurses war die Situation von Frauen im Sport. In Partner- und Gruppendiskussionen sprachen wir darüber, wann wir bereits unsere Komfortzone verlassen hatten, was wir daraus gelernt haben und wie diese Erfahrungen unser Verhalten gegenüber anderen beeinflussen. Außerdem diskutierten wir darüber, welche Hindernisse junge Frauen daran hindern können, ihr volles Potenzial im Sport oder in Führungspositionen zu erreichen – und welchen Beitrag man selbst leisten kann, um diese Hindernisse zu verringern.

Dafür arbeiteten wir auch in unseren Ländergruppen, um Probleme zu sammeln, mit denen Frauen und Mädchen im Basketball in unseren jeweiligen Ländern konfrontiert sind. Wir sammelten verschiedene Herausforderungen und entwickelten mögliche Lösungsansätze, die wir anschließend der gesamten Gruppe präsentierten. Dabei stellten wir fest, dass es trotz der unterschiedlichen Länder und Strukturen viele Gemeinsamkeiten bei den Problemen im Frauenbasketball gibt.

Interkultureller Austausch und gemeinsame Zeit

Neben den Trainings und Workshops gab es auch verschiedene Freizeitaktivitäten. Wir besuchten unter anderem Limassol, verbrachten Zeit am Strand und am Pool und nutzten den Open Court, um auch außerhalb der Trainings gemeinsam Basketball zu spielen. Diese Aktivitäten gaben uns die Möglichkeit, uns noch besser kennenzulernen und Zeit miteinander zu verbringen.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil war der internationale Austausch. Da wir aus sechs verschiedenen Ländern kamen, konnten wir während der gesamten Woche unterschiedliche Kulturen und Erfahrungen kennenlernen. Besonders deutlich wurde das bei der International Night. Jede Gruppe bereitete eine Präsentation über ihr Land vor und band Videos, Musik, Quizze, Tänze und traditionelles Essen ein. So konnten wir viel über die Kulturen der anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren und gleichzeitig unsere eigene Kultur vorstellen. Besonders viel Spaß machte es, gemeinsam traditionelle Tänze auszuprobieren und das Essen aus den unterschiedlichen Ländern zu probieren.

Ein weiteres gemeinsames Highlight zum Ende der Woche war ein BBQ an einem See. Dort konnten wir die gemeinsame Zeit in entspannter Atmosphäre ausklingen lassen – gemeinsam essen, reden und lachen.

Grillen und Chillen am See

Abschluss und Fazit

Zum Abschluss der Woche reflektierten wir gemeinsam die vergangenen Tage und sprachen darüber, welche Erfahrungen und Erkenntnisse wir mitnehmen. Außerdem füllten wir unsere Youth Passes aus und hielten die Kompetenzen fest, die wir während der Woche weiterentwickelt hatten. Dazu gehörten unter anderem Teamfähigkeit, Kommunikation, Leadership, Selbstvertrauen und interkulturelle Kompetenzen.

Insgesamt war der Erasmus+ Trainingskurs eine abwechslungsreiche Kombination aus Sport, Bildung und internationalem Austausch. Besonders die Verbindung von Sport mit den verschiedenen Themen rund um Leadership und die Rolle von Frauen im Sport machte die Woche so wertvoll. Wir konnten nicht nur an unserem Basketball arbeiten, sondern auch Erfahrungen mit Menschen aus fünf anderen Ländern sammeln und dabei viele Gemeinsamkeiten entdecken. Durch die Kombination aus sportlichen und nicht-sportlichen Aktivitäten wurde das Ziel des Projekts – Basketball als Mittel für Empowerment, Teamwork und interkulturellen Austausch zu nutzen – im Laufe der gesamten Woche immer wieder sichtbar.

Am Montagmorgen hieß es schließlich Abschied nehmen und wir wurden zurück zum Flughafen gebracht. Damit ging eine Woche zu Ende, in der wir nicht nur viel Basketball gespielt, sondern auch neue Kontakte geknüpft, andere Kulturen kennengelernt und wertvolle Erfahrungen gesammelt haben.

Das alles wäre nicht möglich gewesen ohne die Unterstützung und Finanzierung des Erasmus + Programm der EU, Moufflons als Organisator und Brezn e.V. als Partner.
Wir bedanken und herzlich für diese Erfahrung und die Möglichkeit sich mit anderen Jugendlichen aus Europa auszutauschen.

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Drei Wochen Basketball auf Zypern – mein Erasmus+ Job Shadowing in Agros

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Abschlussbericht Erasmus + Projekt: KA-153 ICT&SM 3.0