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Projektankündigung: ICT&SM 4.0: Advanced AI Skills in Youth Work – Jugendarbeit im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz


  • brezn e.v. 49 Heinrich-Böll-Straße München, BY, 81829 Deutschland (Karte)

ICT&SM 4.0: Advanced AI Skills in Youth Work – Jugendarbeit im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz

Ein Erasmus+ Trainingsprojekt, das Jugendarbeiter:innen aus sechs Ländern fit macht für den kritischen, ethischen und kreativen Umgang mit KI.

Künstliche Intelligenz verändert die digitale Welt, in der junge Menschen sich täglich bewegen – und damit auch die Jugendarbeit. Mit ICT&SM 4.0: Advanced AI Skills in Youth Work startet BREZN e.V. aus München ein neues internationales Trainingsprojekt, das Jugendarbeiter:innen die Kompetenzen vermittelt, um KI zu verstehen, kritisch zu hinterfragen und verantwortungsvoll in ihrer Arbeit einzusetzen. Das Projekt wird im Rahmen des EU-Programms Erasmus+ (Leitaktion KA153-YOU – Mobilität von Jugendarbeiter:innen, Ausschreibung 2026) gefördert und von der Nationalagentur JUGEND für Europa betreut. Laufzeit: Juni 2026 bis Februar 2027.

Die Idee hinter dem Projekt

KI-Werkzeuge wie Chatbots, Bildgeneratoren und Empfehlungsalgorithmen sind längst Teil des Alltags junger Menschen – oft ohne dass sie oder die sie begleitenden Jugendarbeiter:innen verstehen, wie diese Systeme funktionieren. Daraus entstehen neue Herausforderungen: KI-generierte Desinformation und Deepfakes, algorithmische Verzerrung, Filterblasen durch personalisierte Empfehlungssysteme, offene Fragen zu Datenschutz und ethischem KI-Einsatz sowie eine wachsende digitale Kluft zwischen jenen mit und ohne Zugang zu KI-Technologien.

ICT&SM 4.0 knüpft an den Erfolg der Vorgängerprojekte ICT&SM 2.0 und 3.0 an und setzt genau hier an. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe, nicht-technische Zugänge zur KI-Kompetenz: das Entmystifizieren von KI, das Erlernen von Prompt Engineering und „Prompt Literacy", die kritische Analyse KI-generierter Inhalte, die Erkennung synthetischer Medien und Deepfakes sowie der ethische, menschenzentrierte Einsatz von KI in der non-formalen Bildung. Gearbeitet wird mit interaktiven Workshops, praktischen Prompt Labs, kreativen Challenges und realen Fallbeispielen – Methoden, die die Teilnehmenden direkt in ihre tägliche Arbeit übernehmen können.

Ein Konsortium aus sechs Ländern

Das Projekt lebt vom Austausch über Grenzen hinweg. Sechs Organisationen aus sechs europäischen Ländern bringen ihre jeweiligen Perspektiven und Erfahrungen ein:

  • Deutschland – BREZN e.V. (München): Antragsteller und Koordination, mit langjähriger Erfahrung in internationaler Jugendarbeit und digitalen Erasmus+ Projekten.

  • Zypern – Moufflons: Partner mit Fokus auf Jugendbeteiligung und non-formales Lernen im Mittelmeerraum.

  • Tschechien – PrimMat (Soukromá střední škola podnikatelská): Bildungseinrichtung der Sekundarstufe, die den schulischen und unternehmerischen Blick auf digitale Kompetenzen einbringt.

  • Serbien – Trieskec: Partner mit Erfahrung in Jugendarbeit und digitalem Engagement außerhalb der EU.

  • Norwegen – VINC AS: Partner, der nordische Ansätze zu digitaler Bildung und Innovation beisteuert.

  • Italien – Polisportiva P.O.R.TO. Don Bosco: Sport- und Jugendorganisation mit starker Verankerung in der lokalen Gemeinschaftsarbeit.

Diese Vielfalt sorgt dafür, dass die entwickelten Methoden unterschiedliche digitale Realitäten und den jeweiligen Stand der KI-Adaption in den Partnerländern widerspiegeln.

Wie das Projekt aufgebaut ist

ICT&SM 4.0 folgt einem bewährten, blended-learning-orientierten Ablauf, der digitale Vorbereitung, gemeinsame internationale Mobilität und lokale Umsetzung verbindet.

Digitale Vorbereitung

Vor der gemeinsamen Trainingsphase bereiten sich die Teilnehmenden online vor: Sie lernen einander kennen, klären Erwartungen, frischen digitale Grundlagen auf und steigen in erste KI-Themen ein. So kommen alle mit einem gemeinsamen Verständnis in die Präsenzphase.

Internationales Training

Kern des Projekts ist ein mehrtägiges internationales Trainingsformat, das die Jugendarbeiter:innen aller Partnerorganisationen zusammenbringt. In interaktiven Workshops, Prompt Labs und kreativen Challenges erarbeiten sie KI-Literacy, Techniken zur Verifikation und Deepfake-Erkennung, Strategien gegen algorithmische Verzerrung und Filterblasen sowie ethische Rahmen für den KI-Einsatz. Die Altersspanne der Teilnehmenden (etwa 16 bis 50 Jahre) ermöglicht generationsübergreifendes Lernen: „Digital Natives" und erfahrene Fachkräfte lernen voneinander.

Lokale Umsetzung und Vernetzung

Nach dem Training tragen die Teilnehmenden das Gelernte in ihre Organisationen und lokalen Gemeinschaften. Begleitet wird dies durch ein European Digital Youth Work Network für fortlaufenden Austausch und ein frei zugängliches Digital Civic Engagement Toolkit mit KI-Literacy-Modulen, Prompt-Bibliotheken, ethischen Leitlinien und Ressourcen gegen KI-gestützte Desinformation.

Für wen das Projekt gedacht ist

Die Hauptzielgruppe sind Jugendarbeiter:innen, Trainer:innen, Mentor:innen und non-formale Bildner:innen aus NGOs, Jugendzentren sowie öffentlichen und gemeinschaftsbasierten Einrichtungen. Besonders angesprochen sind Fachkräfte, die bisher wenig KI-Kompetenz haben, sich auf KI-integrierte Jugendarbeit unvorbereitet fühlen oder eng mit benachteiligten jungen Menschen arbeiten, die von KI-bedingter Ausgrenzung betroffen sind. Jede Partnerorganisation ist gleichberechtigt vertreten, mit dem Ziel einer ausgewogenen Beteiligung – auch mit Blick auf Geschlechterparität und die Einbindung von Teilnehmenden aus städtischen wie ländlichen Kontexten.


Indirekt profitieren die jungen Menschen, die von besser qualifizierten Jugendarbeiter:innen begleitet werden – insbesondere Jugendliche aus benachteiligten Verhältnissen, die KI-Werkzeuge nutzen, ohne deren Funktionsweise kritisch einordnen zu können.

Was am Ende bleibt

Am Ende des Projekts verfügen die teilnehmenden Jugendarbeiter:innen über praxiserprobte KI-Kompetenzen, Prompt-Engineering-Fähigkeiten und ethische Handlungsrahmen. Es entstehen konkrete, sofort einsetzbare Ergebnisse:

  • ein offen zugängliches Digital Civic Engagement Toolkit mit KI-Literacy-Modulen, Prompt-Bibliotheken für typische Aufgaben der Jugendarbeit, ethischen KI-Leitlinien und Ressourcen zur Deepfake-Erkennung;

  • ein lebendiges European Digital Youth Work Network für dauerhaften Wissensaustausch;

  • gestärkte Organisationen, die KI-bewusste Methoden in ihre Arbeit integrieren und dabei Datenschutz, kritisches Denken und menschenzentrierte Werte wahren.

Die Materialien bleiben frei verfügbar und anpassbar, sodass sie mit der rasanten Weiterentwicklung von KI Schritt halten können. Das Projekt setzt zudem auf digitale und ressourcenschonende Arbeitsweisen im Einklang mit den Erasmus+ Prinzipien der Nachhaltigkeit und Inklusion.

Ein Ausblick

Mit ICT&SM 4.0 möchte BREZN e.V. gemeinsam mit seinen Partnern dazu beitragen, dass Jugendarbeit auch im KI-Zeitalter kritisch, inklusiv und menschenzentriert bleibt – und junge Menschen befähigt werden, sich selbstbestimmt und verantwortungsvoll in einer von KI geprägten digitalen Welt zu bewegen. Organisationen, Fachkräfte und Interessierte, die das Projekt begleiten oder von den Ergebnissen profitieren möchten, sind herzlich eingeladen, mit uns in Kontakt zu treten.

„ICT&SM 4.0: Advanced AI Skills in Youth Work" wird im Rahmen des Programms Erasmus+ der Europäischen Union gefördert (Leitaktion KA153-YOU – Mobilität von Jugendarbeiter:innen, Ausschreibung 2026). Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein BREZN e.V.; die Europäische Union haftet nicht für die weitere Verwendung der enthaltenen Informationen.

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